top of page

Aus alt mach neu – warum ich meine alten Malereien überarbeite

  • Autorenbild: Alessanara
    Alessanara
  • 31. Mai
  • 9 Min. Lesezeit
Gemütliches Wohnzimmer mit Wolfsbild an der Wand, hellem Sofa, Pflanzen und warmem Sonnenlicht durch große Fenster.

Warum ich angefangen habe, alte Malereien zu überarbeiten


In den letzten Monaten hat sich meine Kunst stark verändert. Meine Farbwelten sind ruhiger geworden, die Hintergründe weicher und die gesamte Stimmung meiner Bilder sanfter und reduzierter. Trotzdem habe ich nie das Bedürfnis gehabt, meine älteren Werke einfach hinter mir zu lassen.


Im Gegenteil.


Hand malt mit feinem Pinsel ein Tierauge auf Leinwand, Nahaufnahme in Schwarz-Weiß mit hellen Strähnen.

Viele meiner alten Malereien bedeuten mir unglaublich viel. In jedem einzelnen Bild steckt Zeit, Geduld, Entwicklung und oft auch eine bestimmte Phase meines Lebens. Manche Werke erinnern mich an bestimmte Gedanken, Gefühle oder Zeiten, in denen ich mich selbst künstlerisch noch ganz anders gesehen habe.


Deshalb wollte ich keinen kompletten „Neustart“, bei dem alles Alte verschwindet.


Ich wollte meine bisherigen Arbeiten mitnehmen. Nicht löschen – sondern weiterentwickeln. Genau daraus entstand die Idee, ältere Bilder behutsam zu überarbeiten und in meine neue Richtung zu integrieren.



Früher mochte ich starke Kontraste und dunkle Hintergründe


Wenn ich meine älteren Arbeiten anschaue, fällt mir sofort auf, wie sehr mich damals starke Kontraste fasziniert haben. Viele Hintergründe waren fast schwarz oder sehr dunkel gehalten. Dadurch wirkten die Tierporträts intensiver, dramatischer und oft auch geheimnisvoller. Ich mochte diesen starken Fokus auf das Motiv und diese klare Trennung zwischen Tier und Hintergrund.


Schwarzes Katzenporträt auf Staffelei in hellem Atelier, umgeben von Holzregalen, Pflanzen und warmem Tageslicht.

Auch die Farben waren oft kräftiger und kontrastreicher. Ich hatte damals viel Freude daran, möglichst viel Tiefe und Ausdruck zu erzeugen. Und ehrlich gesagt liebe ich diese Bilder bis heute. Sie gehören zu mir und zu meiner Entwicklung dazu. Sie zeigen genau die Künstlerin, die ich in diesem Moment war. Deshalb möchte ich diese Werke auch nicht „ersetzen“ oder schlechtreden. Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass sich meine Wahrnehmung verändert hat. Ich begann mich immer mehr zu ruhigen Farbtönen, weicheren Übergängen und offeneren Kompositionen hingezogen zu fühlen. Nicht weil die alten Bilder falsch waren – sondern weil ich mich weiterentwickelt habe.



Warum ich heute ruhiger male


Heute wünsche ich mir beim Malen etwas anderes als früher. Früher wollte ich oft beeindrucken. Heute möchte ich Atmosphäre schaffen. Ich habe begonnen, mich stärker mit Ruhe, Reduktion und natürlicher Ästhetik auseinanderzusetzen. Besonders meine Reise nach Japan hat dabei viel in mir verändert. Diese Sanftheit und Zurückhaltung habe ich dort überall gespürt – in der Architektur, im Interior-Design, in Farben, Stoffen und sogar in kleinen Details des Alltags.

Nichts wirkte laut oder überladen.

Traditioneller Tatami-Raum mit Shoji-Fenstern und Tigerrollbild in einer Tokonoma-Nische, ruhig und warm.

Und genau dieses Gefühl hat mich sehr inspiriert. Ich wollte beginnen, Bilder zu malen, die nicht sofort schreien: „Schau mich an!“ Sondern Bilder, die einfach ruhig im Raum existieren dürfen. Dadurch wurden meine Hintergründe nun heller und weicher. Die Kontraste reduzierter. Die Farbpalette natürlicher. Vor allem meine neue Kasumi-Serie zeigt diese Veränderung sehr deutlich.



Alte Bilder wegwerfen? Das konnte ich nie


Gemälde eines rot-grauen Fisches auf schwarzer Leinwand an einer Holzstaffelei in hellem Atelier, ruhig und kunstvoll.

Der Gedanke, ältere Werke einfach auszusortieren oder zu vergessen, hat sich für mich nie richtig angefühlt. Jedes Bild trägt Erinnerungen in sich, auch ein Stück Seele. Ich weiß oft noch genau, wann ich es gemalt habe, welche Musik lief oder worüber ich damals nachgedacht habe.


Manche Bilder haben mich monatelang begleitet, andere waren spontane Momente voller Energie. Deshalb hängen viele meiner alten Arbeiten emotional stark an mir. Natürlich sehe ich heute Dinge, die ich anders machen würde. Aber genau das ist doch eigentlich etwas Schönes. Es zeigt Entwicklung.


Ich glaube, viele Künstler sind sehr streng mit ihren alten Arbeiten. Ich war das früher auch. Heute versuche ich freundlicher darauf zu schauen. Denn ohne diese Bilder gäbe es meine heutige Kunst nicht.



Wie ich entscheide, welche Bilder wie überarbeitet werden


Mittlerweile habe ich beschlossen, tatsächlich alle meine älteren Werke zu überarbeiten.

Manche Bilder brauchen dafür nur kleine Veränderungen, andere etwas mehr Ruhe, weichere Übergänge oder eine neue Farbigkeit. Oft sehe ich ein älteres Werk an und denke: Da steckt eigentlich schon genau die Stimmung drin, die ich heute suche.



Sie war vielleicht damals nur noch etwas lauter, kontrastreicher oder dunkler umgesetzt. Es fühlt sich nicht an, als würde ich meine alten Bilder „korrigieren“. Eher so, als würde ich ihnen die Ruhe geben, die ich heute selbst gefunden habe.


Natürlich gibt es keine feste Regel dafür, wie viel verändert wird. Manche Bilder bleiben ihrem ursprünglichen Charakter sehr nah, andere entwickeln sich deutlich weiter. Aber jedes einzelne Werk darf Teil meiner neuen Richtung bleiben.



Der Prozess des Überarbeitens


Künstler malt das Auge eines weißen, flauschigen Wolfes auf einer Leinwand; detailreiche Tiermalerei im Atelier.

Das Überarbeiten selbst ist ein sehr spannender Prozess.


Manchmal beginne ich damit, den Hintergrund aufzuhellen oder dunkle Bereiche weicher wirken zu lassen. In anderen Fällen reduziere ich Farben oder ergänze neue sanfte Übergänge. Besonders wichtig ist mir inzwischen Atmosphäre.


Ich möchte, dass die Bilder Luft bekommen. Dass sie ruhiger wirken und nicht mehr gegen ihren eigenen Hintergrund kämpfen.


Teilweise ergänze ich auch kleine Akzente mit Gold-, Silber- oder anderen Metallic-Pigmenten. Diese setze ich nur sehr sparsam ein, damit sie das Bild lebendiger machen, ohne die Ruhe zu verlieren.


Und manchmal bedeutet Überarbeiten auch, mutig zu sein. Es passiert durchaus, dass ich große Bereiche erneut übermale oder Entscheidungen treffe, die ich mich früher niemals getraut hätte.



Warum das Überarbeiten schwieriger ist als ein neues Bild zu malen


Ein komplett neues Bild zu beginnen ist oft einfacher, als ein bestehendes Werk zu verändern.

Bei neuen Leinwänden gibt es keine Vergangenheit. Kein „Vorher“. Keine emotionale Verbindung zu bestimmten Stellen. Man kann frei ausprobieren, Fehler machen oder Richtungen ändern, ohne das Gefühl zu haben, etwas Bestehendes anzutasten.


Beim Überarbeiten ist das völlig anders.


Pinkhaarige Frau malt auf einer Staffelei ein rundes blaues Bild mit Tiergesicht im hellen Raum.

Man sitzt vor einem Bild, das bereits eine Geschichte hat. Man erinnert sich oft noch daran, wie lange bestimmte Stellen gedauert haben oder wie zufrieden man damals mit einzelnen Details war. Gerade deshalb fällt es manchmal schwer, erneut einzugreifen.


Es gibt Momente, in denen ich minutenlang vor einer Leinwand sitze und einfach nur überlege, ob ich diesen einen Pinselstrich wirklich setzen soll. Denn sobald Farbe auf dem Bild landet, gibt es kein richtiges Zurück mehr. Besonders schwierig ist dabei, dass man oft gegen die eigene Vergangenheit arbeitet. Entscheidungen, die sich damals richtig angefühlt haben, passen heute vielleicht nicht mehr zu der Stimmung, die ich inzwischen suche. Trotzdem hängen Erinnerungen daran.


Manchmal merke ich beim Überarbeiten auch, wie unterschiedlich ich heute male. Früher habe ich viel spontaner gearbeitet und versucht, eine möglichst starke Wirkung zu erzeugen. Heute nehme ich mir deutlich mehr Zeit für weiche Übergänge, ruhige Farbflächen und kleine Nuancen.

Dadurch entsteht manchmal ein fast seltsames Gefühl: Als würden zwei verschiedene Künstlerinnen an derselben Leinwand arbeiten.


Und genau das macht diesen Prozess gleichzeitig so spannend.


Denn beim Überarbeiten entsteht nicht einfach nur ein „neues Bild“. Vielmehr verbinden sich zwei unterschiedliche kreative Phasen miteinander. Die frühere Version von mir bleibt sichtbar – aber sie bekommt eine neue Richtung, eine neue Atmosphäre und manchmal auch eine neue Ruhe.


Ich glaube, genau deshalb fühlen sich manche überarbeiteten Werke für mich sogar vollständiger an als vorher. Nicht perfekter. Aber näher an dem, was ich heute ausdrücken möchte. Außerdem zwingt mich das Überarbeiten dazu, bewusster zu arbeiten. Bei neuen Bildern kann man vieles intuitiv entstehen lassen. Bei älteren Werken muss man dagegen ständig Entscheidungen abwägen: Was bleibt? Was verändert sich? Was würde dem Bild guttun – und was würde ihm seine ursprüngliche Seele nehmen?


Person malt auf einer Leinwand ein Gepardenporträt im Atelier, mit Pinsel in der rechten Hand; ruhige, konzentrierte Stimmung.

Gerade diese Balance ist oft unglaublich schwierig. Denn mein Ziel ist nie, ein altes Bild komplett „neu“ zu machen. Ich möchte nicht seine Geschichte ausradieren. Ich möchte sie weiterführen. Und manchmal entstehen genau dadurch die interessantesten Werke. Bilder, die sowohl die frühere Intensität als auch meine heutige Ruhe in sich tragen. Ich glaube, genau deshalb liebe und schätze ich diesen Prozess inzwischen so sehr. Er zeigt mir, dass Entwicklung nicht bedeutet, etwas Altes wegzuwerfen.


Manchmal bedeutet Entwicklung einfach nur, etwas Bekanntes mit neuen Augen zu sehen.


Was ich aus meinen alten Werken gelernt habe


Meine älteren Arbeiten zeigen mir heute vor allem eines: Jede Phase hatte ihre Berechtigung. Früher habe ich meine älteren Bilder oft sehr kritisch betrachtet. Ich habe hauptsächlich gesehen, was ich heute anders machen würde. Mittlerweile denke ich darüber komplett anders. Ich glaube nicht mehr daran, dass man sich für frühere Stile schämen muss. Entwicklung bedeutet nicht, dass das Alte schlecht war. Es bedeutet nur, dass man weitergegangen ist.


Im Gegenteil.


Schwarzes Katzenporträt auf einer Staffelei im Atelier, mit leuchtenden Augen vor dunklem Hintergrund.

Gerade technisch habe ich durch diese Werke unglaublich viel gelernt. Viele meiner sehr alten Bilder waren noch nicht so sehr auf Präzision und Details fixiert. Erst später habe ich mich intensiv mit Fellstrukturen, Licht, Kontrasten und realistischer Wirkung beschäftigt. Dadurch habe ich jetzt ein viel besseres Verständnis für Tiefe, Materialität und verschiedene Oberflächen entwickelt.


Und genau dieses Wissen begleitet mich auch in meiner neuen Serie noch – auch wenn meine Bilder inzwischen deutlich ruhiger geworden sind. Denn in meiner Kasumi-Serie gibt es immer ein Stück, welches extrem detailliert ausgearbeitet ist, im Gegensatz zum Rest.


Früher lag der Fokus oft auf starken Kontrasten oder einer insgesamt intensiven Wirkung. Heute arbeite ich viel mehr mit feinen Nuancen und Oberflächenstrukturen. Besonders beim Überarbeiten merke ich deshalb oft, wie sehr sich meine Wahrnehmung verändert hat. Damals erschienen mir viele Bilder bereits komplett fertig. Heute sehe ich plötzlich Stellen, an denen ich noch mehr Tiefe oder Natürlichkeit hineinbringen möchte. Gerade Strukturen haben sich stark verändert.


Früher habe ich Hintergründe häufig relativ glatt oder einheitlich gehalten. Heute arbeite ich viel bewusster mit sanften Texturen, weichen Schichten und kleinen unregelmäßigen Details, die dem Bild mehr Atmosphäre geben. Manchmal füge ich deshalb beim Überarbeiten ganz neue Strukturen hinzu, die früher so gar nicht vorhanden waren. Nicht, weil die alten Bilder „falsch“ waren – sondern weil ich heute einfach anders sehe.


Nahaufnahme einer Katzenporträt-Malerei auf Leinwand; eine Hand setzt mit Pinsel Details am Auge, dunkler, konzentrierter Arbeitsmoment.

Ich glaube, genau das ist das Schöne an kreativer Entwicklung: Man verändert nicht nur seine Technik, sondern auch den Blick auf das eigene Werk. Außerdem habe ich durch meine älteren Arbeiten gelernt, wie wichtig Emotionen in der Kunst sind. Früher wollte ich oft möglichst beeindruckende Bilder schaffen. Heute interessiert mich viel stärker, wie sich ein Werk anfühlt.

Trotzdem steckt in meinen älteren Bildern noch immer sehr viel Energie, Leidenschaft und Liebe zum Detail – und genau deshalb bedeuten sie mir weiterhin so viel.


Ich sehe alten Werke als notwendige Schritte. Denn jede einzelne Phase hat etwas hinterlassen: technisches Wissen, neue Erfahrungen, Mut zum Ausprobieren oder ein besseres Verständnis dafür, was ich eigentlich ausdrücken möchte. Und vielleicht ist genau das das Schönste an Entwicklung: Man verliert die alten Versionen seiner selbst nicht.

Sie wachsen einfach mit.



Kunst muss sich verändern dürfen


Ich finde, Kunst darf sich genauso verändern wie Menschen selbst. Man muss nicht für immer dieselben Farben benutzen oder denselben Stil behalten. Interessen verändern sich. Wahrnehmung verändert sich. Gefühle verändern sich. Dinge, die einen früher angesprochen haben, fühlen sich irgendwann vielleicht nicht mehr genauso richtig an wie damals.

Und genau das passiert auch in kreativen Prozessen.


Ich glaube, viele Künstler setzen sich selbst unbewusst unter Druck, immer „gleich“ bleiben zu müssen. Vor allem wenn ein bestimmter Stil gut funktioniert hat oder Wiedererkennungswert besitzt. Aber Kreativität ist für mich nichts Starres. Sie bewegt sich ständig weiter. Manchmal langsam. Manchmal plötzlich.


Schwarzes Katzenporträt mit goldenen Augen an heller Wand; darunter Vase, Schale und Bücher in ruhiger, minimalistischer Atmosphäre.

Wenn ich heute meine neueren Werke anschaue, sehe ich Ruhe, weiche Farben und eine besondere Form von Atmosphäre. Früher waren meine Bilder oft intensiver, kontrastreicher und etwas düster in ihrer Gesamtwirkung.


Beides gehört zu mir.


Und ich glaube, genau das war lange ein wichtiger Gedanke für mich: Ich musste erst verstehen, dass eine neue Richtung nicht bedeutet, die alte abzulehnen. Denn oft findet man neue Wege erst, wenn man vorher andere gegangen ist. Ich glaube sogar, dass jede kreative Phase etwas Wichtiges hinterlässt. Manche bringen technische Entwicklung, andere mehr Selbstvertrauen oder ein besseres Verständnis für Farben, Komposition oder Stimmung. Und manchmal merkt man erst Jahre später, warum eine bestimmte Phase überhaupt wichtig war.


Bei mir war das ähnlich.


Die intensiveren Bilder haben mir geholfen, Ausdruck und Tiefe zu verstehen. Die detailreichen Arbeiten haben mich technisch weitergebracht. Die dunkleren Werke haben mir gezeigt, wie stark Licht und Kontraste wirken können.


Und irgendwann entstand daraus ganz natürlich der Wunsch nach Ruhe. Man entdeckt neue Einflüsse, die vorher keine Rolle gespielt haben.


Und genau das darf Kunst auch zeigen.


Rot-weißer Goldfisch mit großen Flossen vor schwarzem Hintergrund

Ich finde es sogar schön, wenn man Entwicklung sehen kann. Wenn ältere Werke nicht exakt gleich aussehen wie neue. Denn genau darin steckt Persönlichkeit. Kunst muss für mich nicht perfekt konsistent sein. Sie darf wachsen. Sie darf sich verändern. Sie darf neue Richtungen einschlagen und trotzdem ihre eigene Seele behalten.


Vielleicht ist genau das das Ehrlichste an kreativer Arbeit: Dass sie nie komplett stillsteht.



Fazit – aus alt mach neu


Das Überarbeiten meiner älteren Bilder fühlt sich für mich nicht wie ein Neuanfang an. Eher wie ein Weiterführen. Ich habe nie das Bedürfnis gehabt, meine früheren Werke komplett hinter mir zu lassen oder so zu tun, als würden sie nicht mehr zu mir gehören. Viele dieser Bilder begleiten mich schon seit Jahren. Sie tragen Erinnerungen, Erfahrungen und einen großen Teil meiner eigenen Entwicklung in sich.


Gemütlicher Flur mit Holzbank, Korb und gerahmtem Katzenbild; offene Tür zeigt einen hellen Nebenraum.

Deshalb bedeutet das Überarbeiten für mich auch nicht, etwas „auszubessern“. Es geht vielmehr darum, den Bildern noch einmal neu zu begegnen. Manche Werke bekommen dadurch eine ruhigere Stimmung, andere mehr Tiefe oder eine weichere Atmosphäre. Oft sind es gar keine riesigen Veränderungen, sondern eher kleine Anpassungen, die plötzlich viel verändern können.


Manchmal braucht ein Bild keine komplette Neuerfindung. Vielleicht nur etwas mehr Licht. Eine offenere Fläche. Oder eine Farbe, die heute besser zu meiner Wahrnehmung passt. Ich finde den Gedanken schön, dass ältere und neue Werke dadurch langsam miteinander verschmelzen. Dass meine frühere und heutige Bildsprache nicht gegeneinander arbeiten, sondern zusammenwachsen dürfen.


Und ehrlich gesagt bin ich selbst unglaublich gespannt, welche Werke in Zukunft noch entstehen werden. Gerade dieses Überarbeiten zeigt mir, wie sehr sich Kunst ständig weiterentwickeln kann – oft ganz ohne harten Bruch. Ideen verändern sich, Techniken verändern sich und manchmal entdeckt man in älteren Bildern plötzlich Dinge, die man damals selbst noch gar nicht gesehen hat.


Vielleicht wird sich meine Kunst in ein paar Jahren wieder verändern. Vielleicht entdecke ich erneut neue Farben, neue Strukturen oder andere Stimmungen, die mich inspirieren. Und genau das macht kreative Arbeit für mich so spannend. Dass sie niemals komplett stillsteht.

 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen

Melde dich zu meinem Newsletter an und bekomme Einblicke in neue Malereien, kreative Prozesse, Blogartikel und besondere Neuheiten aus meiner kleinen Kunstwelt.


Kein Spam, kein tägliches Chaos – einfach gelegentlich Kunst, Natur und neue Ideen direkt ins Postfach.

Vielen Dank für das Abonnement!

Ich bin Alessanara und liebe ruhige, atmosphärische Kunst. Meine Malereien entstehen irgendwo zwischen Natur, Nebel und stillen Momenten – oft reduziert, weich und mit viel Gefühl für Stimmung.

Bei mir findest du moderne Natur- und Tiermalerei mit ruhigen Farben und atmosphärischen Stimmungen. Ich biete sowohl Originale als auch Fine-Art-Prints an, die du bequem online entdecken kannst.

Meine Kunst soll Räumen eine besondere Stimmung geben – ruhig, natürlich und ein bisschen wie ein Ort zum Durchatmen.

bottom of page